Welches Gemüse gibt es wann in Grummersort?

Erntetabelle als PDF

Gibt es vegane und vegetarische Anteile?

Es gibt einen sogenannten vegetarischen Ernteanteil mit Gemüse, Brot, Eiern und Milchprodukten. Der vegetarische Anteil kostet weniger als der Anteil mit Fleisch, enthält aber einen Beitrag zur Tierhaltung, da die Tiere auf dem Demeter-Hof eine zentrale Rolle spielen und wir den Mist der Tiere für die Düngung des Gemüses benötigen. Es gibt auch einen veganen Ernteanteil, der aus Gemüse und Brot besteht. Auch dieser Ernteanteil enthält einen Finanzbeitrag zur Tierhaltung.

 

Wie viele Anteile werden verteilt?

Es werden 85 Ernteanteile für das Anbaujahr 2019 verteilt.

 

Kann ich zum wöchentlichen Anteil weitere Lebensmittel dazu bestellen?

Wie bisher schon kann an unseren Marktständen und über unsere Hofkiste Obst, Gemüse und Milchprodukte, zum Teil von anderen biologisch wirtschaftenden Betrieben, erworben werden.

 

Warum wird der Hof nicht zu 100% solidarisch bewirtschaftet?

Die Hofgemeinschaft Grummersort ist in 30 Jahren zu einem vielfältigen Hof gewachsen, der eine große Anzahl Menschen in der Umgebung mit Lebensmitteln aus biologisch-dynamischem Anbau versorgt. Der Hof bietet mittlerweile über 30 Mitarbeitenden einen Arbeitsplatz und trägt Verantwortung für über 78 Hektar landwirtschaftliche Fläche. Die über die vielen Jahre aufgebaute Direkvermarktungsstruktur mit Hofverkauf, Hofkiste und Wochenmarkt-Ständen wird erhalten bleiben, um der langjährigen Kundschaft des Hofes den gewohnten Weg zu den Hofprodukten zu erhalten.

 

Soll der Hof mittel- oder langfristig komplett solidarisch bewirtschaftet werden?

Die Solidarische Landwirt soll langfristig auf dem Hof weiter wachsen und mehr Verantwortung tragen.

 

Wie kann ich sicher sein, dass ich als Solawi-Mitglied nicht die Lebensmittel erhalte, die auf dem Markt nicht verkauft werden können?

Der Ernteanteil bedeutet einen festen Anteil an der erzeugten Menge des Hofes. Die dort erzeugten Produkte sind nur für die Solawi und nicht für den Marktverkauf vorgesehen.

 

Wo kann ich die Lebensmittel abholen?

Die Lebensmittel stehen am Freitagnachmittag zur Abholung auf dem Hof bereit. Des Weiteren gibt es vier Abholstellen in Oldenburg,  die dienstags beliefert werden (s. hierzu die Tabelle unter „Mitmachen“).

 

Wir kommissionieren nicht vor! Die Aufteilung der Lieferung findet gemeinschaftlich in den Depots statt.

 

Kann der Ernteanteil auch am Marktstand abgeholt werden?

Die Ernteanteile können auch mittwochs und samstags auf dem Wochenmarkt in Delmenhorst abgeholt werden. Unsere Mitarbeiter*innen helfen den Mitgliedern bei der Zusammenstellung des Ernteanteils. Bitte bringen Sie Gefäße und Transportbehältnisse entsprechend des von Ihnen gewählten Anteils mit. Im Gegensatz zu den anderen Depots gibt es an der Abholstelle Delmenhorst keine frische Milch. Dafür bekommen die Mitglieder als Ausgleich mehr Milchprodukte, die aus zwei Litern Milch hergestellt wurden.

Wie und wann kann ich Mitglied werden?

Es gibt derzeit noch einige freie Ernteanteile. Ein Einstieg ist jeden Monat im Laufe des Jahres möglich. Wenn Sie Interesse an einem Ernteanteil der Solawi Oldenburg haben, schicken Sie uns einfach eine E-Mail an kontakt@solawi-oldenburg.de.

 

Wir beantworten Ihnen gerne alle Fragen und senden Ihnen die Beitrittsunterlagen zu. Diese finden Sie auch unter „Mitmachen“.

 

Es besteht die Möglichkeit, die Solawi-Gemeinschaft unverbindlich kennenzulernen und einen Ernteanteil für einen Monat auszuprobieren.

 

Was passiert, wenn ich im Urlaub bin?

Da der finanzielle Beitrag der Mitglieder zur Finanzierung der Landwirtschaft benötigt wird, muss er das ganze Kalenderjahr ohne Unterbrechung gezahlt werden. Die Tiere im Stall brauchen morgens und abends ihr Futter und wollen jeden Tag im Jahr gemolken werden. Gerade in den Ferienmonaten Juli und August gibt es die meiste Milch zu verarbeiten und die größte Menge Gemüse auf den Feldern zu ernten. Die Mitglieder verschenken ihren Anteil in dieser Zeit an Freunde oder Verwandte, „tauschen“ mit anderen Depotmitgliedern die Urlaubswochen oder geben ihren Anteil insgesamt an die Depotgemeinschaft.

 

Wie teuer ist ein Ernteanteil?

Der monatliche Beitrag für eine vollen Ernteanteil (Gemüse, Brot, Eier, Milchprodukte und Fleisch) beträgt 216 €, liegt für den vegetarischen Anteil (Gemüse, Brot, Eier und Milchprodukte) bei 180 € und für den veganen Anteil (Gemüse und Brot) bei 120 € im Monat.

 

Sie können auch Verantwortung für halbe Anteile übernehmen. Mehr dazu finden Sie unter „Mitmachen“.

 

Wann muss der Beitrag gezahlt werden?

Der Beitrag zur Deckung der Kosten des Hofes wird monatlich per Lastschrift bezahlt. Einige Mitglieder haben im Frühjahr direkt ihren Jahresbeitrag überwiesen, um den Hof bei der Finanzierung von Saatgut zu unterstützen.

 

Welches Risiko trage ich als Mitglied?

Als Mitglied trage ich das Risiko, dass ich nicht eine ganz bestimmte Menge Gemüse zum vereinbarten Zeitpunkt bekomme. Fällt die Ernte einer Kultur niedriger aus als erwartet, wird weniger verteilt, fällt sie höher aus, erhält jedes Mitglied auch eine größere Menge. Die finanziellen Verbindlichkeiten und die rechtliche Verantwortung für den Hof tragen die Landwirte. (siehe: “Welche Geschäftsform hat der Hof?”)

 

Wie werde ich über das Hofgeschehen informiert?

Alle Mitglieder werden wöchentlich mit einem Schreiben per Mail über die aktuellen Ereignisse auf dem Hof informiert. In diesem Schreiben wird auch erläutert, warum es von verschiedenen Produkten aktuell mehr oder weniger als z. B. im Vorjahr gibt. Hier finden sich ebenfalls die Mengen der Ernteanteile der jeweiligen Woche.

 

Gibt es regelmäßige Treffen, an denen ich teilnehmen kann / muss?

Es gibt innerhalb der Depots Organisationstreffen, an denen eine Teilnahme erwünscht ist. Das Orga-Team trifft sich regelmäßig im Ökumenischen Zentrum. In jedem Frühjahr findet ein Gesamttreffen mit Bieterrunde statt.

 

Wie lange bin ich Mitglied, wie kann ich kündigen?

Wir freuen uns, wenn Sie sich für ein Jahr Mitgliedschaft in der Solawi Oldenburg entscheiden, da wir landwirtschaftlich für ein Anbaujahr planen. Es besteht die Möglichkeit, die Solawi monatlich zu verlassen und den Ernteanteil abzugeben. Im besten Fall finden Sie eine/n NachfolgerIn, der/die Ihren Teil der Verantwortung für den Hof übernimmt.

 

Woher kommt das verwendete Saatgut/die Jungpflanzen?

Einen Teil unsere Jungpflanzen beziehen wir über die Bioland Gärtnerei Homann, die uns alle zwei Wochen mit neuen Pflanzen beliefert. In den Sommermonaten ziehen wir den größten Teil unserer Jungpflanzen selbst in unserem Gewächshaus vor. Wir beziehen das meiste Saatgut von der Bingenheimer Saatgut AG aus biologisch-dynamischer Züchtung. Bei manchen Kulturen setzen wir Hybrid-Saatgut anderer Saatguthersteller ein, wenn wir mit den samenfesten Sorten nicht zufrieden sind. Bei vielen Kulturen werden zwei unterschiedliche Sorten angebaut, um das Ausfallrisiko etwas zu senken.

 

Wie viel Platz muss für ein Depot eingeplant werden?

Für rund 15 Ernteanteile würde sich eine Garage eignen, die Längsseite mit Regalen bestückt, 40cm tief. Der Platz sollte frostfrei und im Sommer nicht zu heiß sein. Ein Stromanschluss für einen Kühlschrank muss vorhanden sein.

 

Gibt es eine andere Möglichkeit, Kapital zur Verfügung zu stellen?

Wir freuen uns über jede Unterstützung; bitte wenden Sie sich direkt an uns, damit wir einen geeigneten Weg finden (z. B. die Bezahlung des Ernteanteils für mehrere Jahre im Voraus).

 

Gibt es auch Lagerhaltung auf dem Hof für manche Gemüse?

Auf dem Hof steht ausreichend Lagerraum zur Verfügung; fast alle Gemüsesorten können dort gelagert werden. Dadurch wird gewährleistet, dass Sie während des ganzen Winters regelmäßig mit Kartoffeln, Zwiebeln, Karotten und anderen Gemüsen versorgt werden können in Mengen, die Ihrem wöchentlichen Verbrauch entsprechen.

Gibt es auch unter den Abnehmenden Solidarität; werden also finanziell Schwächere von anderen „mitgetragen“?

Ja, diese Solidarität untereinander wird durch die Bieterrunde (s. o.) gewährleistet. Jedes Mitglied bietet nur so viel, wie es zu zahlen in der Lage ist.

Ist die Solawi Oldenburg ein Verein?

Nein, die Solawi Oldenburg hat keine eigene Rechtsform. Die Solawi Oldenburg ist rechtlich und organisatorisch innerhalb der Hofhandel Grummersort GbR angesiedelt. Jedes einzelne Mitglied schließt einen Vertrag für das kommende Wirtschaftsjahr direkt mit der Hofgemeinschaft Grummersort.

 

Was ist die Bieterrunde?

Die Bieterrunde ist ein Verfahren, um die Finanzierungszusage für einen Teil des Budgets der einzelnen Solawi-Mitglieder für das gesamte kommende Jahr einzuholen. Mit der Abgabe eines Gebots an der Bieterrunde sagt jedes Mitglied zu, sich in Höhe des gebotenen Betrags am Jahresbudget der Solawi zu beteiligen.

Zu Beginn der Bieterrunde wird die Jahresbudgetplanung vorgestellt. Dabei wird ggf. über Budgetvarianten abgestimmt. Danach muss die Finanzierungszusage durch die Gemeinschaft für dieses Budget erreicht werden. Dazu erhält jedes Solawi-Mitglied einen Zettel, mit dem ein individuelles und geheimes Gebot abgegeben wird. Dabei können die Gebote die Höhe des (zuvor mitgeteilten) Richtwerts einhalten oder auch darüber oder darunter liegen. Die abgegebenen Gebote aller Solawi-Mitglieder werden anschließend addiert. Die Summe muss den zu erbringenden Betrag erreichen. Sollte dies nicht der Fall sein, ist eine zweite Gebotsrunde erforderlich. Es wird so lange geboten, bis der erforderliche Betrag erreicht wird.

Durch die Offenlegung und die Mitbestimmung des Budgets kann die Gemeinschaft eine verantwortungsvolle Landwirtschaft nicht nur ermöglichen, sondern diese mitgestalten. Zudem geht es darum, ein Gefühl für den Wert fairer und nachhaltiger Lebensmittelproduktion zu bekommen und damit einen verantwortungsbewussten Umgang zu pflegen. Das solidarische Prinzip wird nicht nur gegenüber dem Hof praktiziert, sondern auch durch einen finanziellen Ausgleich unter den Mitgliedern.

Termine

20.09.2020 – ab 11 Uhr
Großes Hoffest