Welches Gemüse gibt es wann in Grummersort?

Erntetabelle als PDF

Gibt es vegane und vegetarische Anteile?

Seit April 2022 gibt es nur eine Art Ernteanteil mit Gemüse und Brot, der dem bisherigen veganen Anteil entspricht. Diesen kann man mit Milch- und / oder Fleischanteilen flexibel kombinieren oder diese auch ausschließlich beziehen.

Der Ernteanteil enthält einen Finanzbeitrag zur Tierhaltung, da die Tiere auf dem Demeter-Hof eine zentrale Rolle spielen und wir den Mist der Tiere für die Düngung des Gemüses benötigen.

Wie viele Anteile werden verteilt?

Es werden rund 130 Ernteanteile für das Anbaujahr 2022 / 2023 verteilt.

Was ist das Anbaujahr?

Das landwirtschaftliche Jahr beginnt im April; entsprechend enden die Planungen für ein Anbaujahr mit dem März des Folgejahres.

Kann ich zum wöchentlichen Anteil weitere Lebensmittel dazu bestellen?

Wie bisher schon können an unseren Marktständen und über unsere Hofkiste Obst, Gemüse und Milchprodukte, zum Teil von anderen biologisch wirtschaftenden Betrieben, erworben werden.

Warum wird der Hof nicht zu 100 % solidarisch bewirtschaftet?

Die Hofgemeinschaft Grummersort ist in 30 Jahren zu einem vielfältigen Hof gewachsen, der eine große Anzahl Menschen in der Umgebung mit Lebensmitteln aus biologisch-dynamischem Anbau versorgt. Der Hof bietet mittlerweile über 30 Mitarbeitenden einen Arbeitsplatz und trägt Verantwortung für über 95 Hektar landwirtschaftliche Fläche. Die über die vielen Jahre aufgebaute Direkvermarktungsstruktur mit Hofverkauf, Hofkiste und Wochenmarkt-Ständen wird erhalten bleiben, um der langjährigen Kundschaft des Hofes den gewohnten Weg zu den Hofprodukten zu erhalten.

Soll der Hof mittel- oder langfristig komplett solidarisch bewirtschaftet werden?

Die Solidarische Landwirt soll langfristig auf dem Hof weiter wachsen und mehr Verantwortung tragen.

Wie kann ich sicher sein, dass ich als Solawi-Mitglied nicht die Lebensmittel erhalte, die auf dem Markt nicht verkauft werden können?

Der Ernteanteil bedeutet einen festen Anteil an der erzeugten Menge des Hofes. Die dort erzeugten Produkte sind nur für die Solawi und nicht für den Marktverkauf vorgesehen und werden auch nur entsprechend zu den Verteil-Tagen geerntet.

Wo kann ich die Lebensmittel abholen?

Die Lebensmittel stehen am Freitagnachmittag zur Abholung auf dem Hof bereit. Des Weiteren gibt es vier Abholstellen in Oldenburg, die dienstags beliefert werden (s. hierzu die Tabelle unter „Mitmachen.“). Zur Abholung in Delmenhorst beachte bitte die nächste Frage.

Wir kommissionieren nicht vor! Die Aufteilung der Lieferung findet gemeinschaftlich in den Depots statt. Bitte bringe entsprechende Gefäße und Transportbehältnisse mit. In den Abhol-Punkten Ziegelhof, Eversten und Osternburg werden Käse und Joghurt etc. vorweg aufgeteilt.

Kann der Ernteanteil auch am Marktstand abgeholt werden?

Die Ernteanteile können auch mittwochs und samstags auf dem Wochenmarkt in Delmenhorst abgeholt werden. Unsere Mitarbeiter*innen helfen den Mitgliedern bei der Zusammenstellung des Ernteanteils. Im Gegensatz zu den anderen Depots gibt es am Abhol-Punkt Delmenhorst keine frische Milch. Dafür bekommen die Mitglieder als Ausgleich mehr Milchprodukte, die der jeweiligen Menge Frischmilch entsprechen.

Was muss ich als Mitglied in Osternburg beachten?

Auch am Abhol-Punkt Osternburg gibt es keine frische Milch. Dafür bekommen die Mitglieder als Ausgleich mehr Milchprodukte, die der jeweiligen Menge Frischmilch entsprechen.

Wie unterscheiden sich Abhol- und Teil-Punkte?

Abhol-Punkte sind vom Hof betreute und verwaltete Depots, in denen die Mitglieder ihren Anteil lediglich abholen müssen. Dies sind der Wochenmarkt in Delmenhorst, Hof Grummersort selber, der Ziegelhof und Osternburg.

Teil-Punkte sind von den Mitgliedern selbstverwaltete Depots, in denen abwechselnd Dienste wie Annahme und Aufteilen, Aufräumen, Verwaltung und Kommunikation z. B. mit dem Hof und neuen Mitgliedern übernommen werden müssen. Dies sind Eversten und Donnerschwee.

Es wird erwartet, dass sich alle Mitglieder einer Depot-Gemeinschaft gleichmäßig mit ihrer Arbeitsleistung einbringen. Aus diesem Grund werden die Beiträge in den Teil-Punkten automatisch reduziert.

Wie und wann kann ich Mitglied werden?

Es gibt derzeit noch einige freie Ernteanteile. Ein Einstieg ist zu Beginn jedes Monats möglich.

Wenn du Interesse an einem Ernteanteil der Solawi Oldenburg hast, schicke uns gerne eine E-Mail an kontakt@solawi-oldenburg.de. Wir beantworten dir gerne alle Fragen. Die Beitrittsunterlagen findest du unter Mitmachen.

Es besteht die Möglichkeit, die Solawi-Gemeinschaft unverbindlich kennenzulernen und einen Ernteanteil für einen Monat auszuprobieren. Mehr dazu findest Du ebenfalls unter Mitmachen.

Was passiert, wenn ich im Urlaub bin?

Da der finanzielle Beitrag der Mitglieder zur Finanzierung der Landwirtschaft benötigt wird, muss er das ganze Kalenderjahr ohne Unterbrechung gezahlt werden. Die Tiere im Stall brauchen morgens und abends ihr Futter und wollen jeden Tag im Jahr gemolken werden. Gerade in den Ferienmonaten Juli und August gibt es die meiste Milch zu verarbeiten und die größte Menge Gemüse auf den Feldern zu ernten. Die Mitglieder verschenken ihren Anteil während ihrer Abwesenheit an Freunde oder Verwandte, „tauschen“ mit anderen Depotmitgliedern die Urlaubswochen oder geben ihren Anteil insgesamt an ihre Depotgemeinschaft.

Wieviel kostet ein Ernteanteil?

Der monatliche Beitrag für einen ganzen Ernteanteil (Gemüse und Brot) beträgt 139,00 € (Richtwert). Du kannst auch Verantwortung für halbe Anteile übernehmen. Mehr dazu sowie die Preise für die Milch- und Fleischanteile findest Du unter Mitmachen.

Wann muss der Beitrag gezahlt werden?

Der festgelegte Beitrag für den Solawi-Anteil wird monatlich – immer zur Monatsmitte – per Lastschrift eingezogen. Dafür benötigen wir ein SEPA-Mandat (Formular unter Mitmachen). Der Einzug kann sich – je nach Wochentag – bis zum 18. eines Monats verschieben. VOR dem 15. eines Monats wird der Beitrag NICHT eingezogen. Wahlweise kann man den kompletten Jahresbeitrag überweisen oder einziehen lassen, um den Hof z. B. bei der (Vor-) Finanzierung von Saatgut und Jungpflanzen zu unterstützen. Auch ein Einzug von zwei Halbjahres-Beträgen (im April und Oktober) ist möglich

Welches Risiko trage ich als Mitglied?

Als Mitglied trägst du nur das Risiko, nicht eine ganz bestimmte Menge an Gemüse und anderen Produkten zu bekommen. Fällt die Ernte einer Kultur niedriger aus als erwartet, wird weniger verteilt, fällt sie höher aus, erhält jedes Mitglied auch eine größere Menge. Die finanziellen Verbindlichkeiten und die rechtliche Verantwortung für den Hof tragen die Landwirte. (siehe: “Ist die Solawi Oldenburg ein Verein ?”)

Wie werde ich über das Hofgeschehen informiert?

Alle Mitglieder können sich wöchentlich mit einem Schreiben per E-Mail über die aktuellen Ereignisse auf dem Hof informieren lassen. In diesem Schreiben (Wochenbrief) wird auch erläutert, warum es von verschiedenen Produkten aktuell mehr oder weniger als z. B. im Vorjahr gibt. Hier finden sich ebenfalls die Mengen der Ernteanteile der jeweiligen Woche. Eine Anmeldung zum Wochenbrief ist hier möglich.

Gibt es regelmäßige Treffen, an denen ich teilnehmen kann / muss?

Es gibt innerhalb der Depots Organisationstreffen, an denen eine Teilnahme erwünscht ist. Das Orga-Team der Gesamt-Solawi trifft sich regelmäßig im Ökumenischen Zentrum. In jedem Frühjahr findet ein Treffen aller Mitglieder mit Bieterrunde statt.

Wie lange bin ich Mitglied, wie kann ich kündigen?

Wir freuen uns, wenn du dich für ein Jahr Mitgliedschaft in der Solawi Oldenburg entscheidest, da wir landwirtschaftlich für ein Anbaujahr planen. Es besteht die Möglichkeit, die Solawi monatlich zu verlassen und den Ernteanteil abzugeben. Im besten Fall findest du eine/n NachfolgerIn, der / die deinen Teil der Verantwortung für den Hof übernimmt. Eine Kündigung muss immer schriftlich erfolgen und von uns bestätigt werden – eine Mail an kontakt@solawi-oldenburg.de ist generell aber ausreichend. Bitte beachte, dass für eine Kündigung zum Folgemonat diese spätestens bis zum 20. des aktuellen Monats vorliegen UND von uns bestätigt sein muss.

Woher kommt das verwendete Saatgut / die Jungpflanzen?

Einen Teil unserer Jungpflanzen beziehen wir über die Bioland Gärtnerei Homann, die uns alle zwei Wochen mit neuen Pflanzen beliefert. In den Sommermonaten ziehen wir den größten Teil unserer Jungpflanzen selbst in unserem Gewächshaus vor. Wir beziehen das meiste Saatgut von der Bingenheimer Saatgut AG aus biologisch-dynamischer Züchtung. Bei manchen Kulturen setzen wir Hybrid-Saatgut anderer Saatguthersteller ein, wenn wir mit den samenfesten Sorten nicht zufrieden sind. Bei vielen Kulturen werden zwei unterschiedliche Sorten angebaut, um das Ausfallrisiko etwas zu senken.

Wie viel Platz muss für ein Depot eingeplant werden?

Für rund 15 Ernteanteile würde sich eine Garage eignen, die Längsseite mit Regalen bestückt, 40 cm tief. Der Platz sollte frostfrei und im Sommer nicht zu heiß sein. Ein Stromanschluss für einen Kühlschrank muss vorhanden sein, ein Wasseranschluss ist wünschenswert. Ab etwa 10 Ernteanteilen ist die Belieferung eines neuen Depots (wirtschaftlich) möglich.

Gibt es eine andere Möglichkeit, Kapital zur Verfügung zu stellen?

Wir freuen uns über jede Unterstützung; bitte wende dich direkt an uns, damit wir einen geeigneten Weg finden (z. B. die Bezahlung des Ernteanteils für mehrere Jahre im Voraus).

Gibt es auch Lagerhaltung auf dem Hof für manche Gemüse?

Auf dem Hof steht ausreichend Lagerraum zur Verfügung; fast alle Gemüsesorten können dort gelagert werden. Dadurch wird gewährleistet, dass du während des ganzen Winters regelmäßig mit Kartoffeln, Zwiebeln, Karotten und anderen Gemüsen versorgt wirst in Mengen, die deinem wöchentlichen Verbrauch entsprechen.

Gibt es auch unter den Mitgliedern Solidarität; werden also finanziell Schwächere von anderen „mitgetragen“?

Ja, diese Solidarität untereinander wird durch die Bieterrunde (s. u.) gewährleistet. Jedes Mitglied bietet nur so viel, wie es zu zahlen in der Lage ist.

Ist die Solawi Oldenburg ein Verein?

Nein, die Solawi Oldenburg hat keine eigene Rechtsform. Die Solawi Oldenburg ist rechtlich und organisatorisch innerhalb der Hofhandel Grummersort GbR angesiedelt. Jedes einzelne Mitglied schließt einen Vertrag für das Anbaujahr bzw. den Probemonat direkt mit der Hofgemeinschaft Grummersort.

Was ist die Bieterrunde?

Die Bieterrunde ist ein Verfahren, um die Finanzierungszusage der einzelnen Solawi-Mitglieder für einen Teil des Solawi-Budgets für das gesamte kommende Jahr einzuholen. Mit der Abgabe eines Gebots in der Bieterrunde sagt jedes Mitglied zu, sich in Höhe des gebotenen Betrags am Jahresbudget der Solawi zu beteiligen.

Zu Beginn der Bieterrunde wird die Jahresbudgetplanung vorgestellt. Dabei wird ggf. über Budgetvarianten abgestimmt und der entsprechende Richtwert festgelegt. Danach muss die Finanzierungszusage durch die Gemeinschaft für dieses Budget erreicht werden. Dazu erhält jedes Solawi-Mitglied einen Zettel, mit dem ein individuelles und geheimes Gebot abgegeben wird. Dabei können die Gebote die Höhe des (zuvor festgelegten) Richtwerts einhalten oder auch darüber oder darunter liegen. Die abgegebenen Gebote aller Solawi-Mitglieder werden anschließend addiert. Die Summe muss den zu erbringenden Betrag erreichen. Sollte dies nicht der Fall sein, ist eine zweite Gebotsrunde erforderlich. Es wird so lange geboten, bis der erforderliche Betrag erreicht wird.

Durch die Offenlegung und die Mitbestimmung des Budgets kann die Gemeinschaft eine verantwortungsvolle Landwirtschaft nicht nur ermöglichen, sondern diese mitgestalten. Zudem geht es darum, ein Gefühl für den Wert fairer und nachhaltiger Lebensmittelproduktion zu bekommen und damit einen verantwortungsbewussten Umgang zu pflegen. Das solidarische Prinzip wird nicht nur gegenüber dem Hof praktiziert, sondern auch durch einen finanziellen Ausgleich unter den Mitgliedern.

Einfacher ausgedrückt:

Entgegen vielfacher Annahme setzt sich der Preis nicht aus den Geboten der Mitglieder zusammen, sondern steht in aller Regel bereits fest (das ist der Richtwert, s. o.).

In der Bieterrunde nennt jeder den Betrag, den er / sie zu zahlen bereit ist. Wenn alle den Richtwert nennen, ist alles „paletti“ –  in der Summe erhält der Hof genau so viel Geld, wie zur Finanzierung der Anteile erforderlich ist.

Es gibt aber auch immer einige Mitglieder (Studenten, Alleinerziehende, sozial schwächer Gestellte ..), die den Richtwert „unterbieten“ – entsprechend müssen einige „Besserverdiener“ höhere Gebote abgeben (das verstehen wir unter der Solidarität „untereinander“).

Die Abstimmung erfolgt geheim und per Zettel – diese Beträge werden während der Kaffeepause des Frühlingsteffens (s. o. – „Gibt es regelmäßige Treffen ..“) ausgewertet. Wenn die Zahlen nicht „aufgehen“, also eine „Unterdeckung“ entsteht, gibt es eine zweite Runde – die „Schwächeren“ bieten meistens nicht mehr als vorher – also müssen die übrigen ihre Gebote erhöhen … solange bis es „passt“ ..

Kann ich auch Kaffee über die Solawi beziehen?

Du kannst dir über unsere Depotstruktur Kaffee und Espresso von demeter-zertifizierten Farmen aus Mexiko liefern lassen. Der Teikei-Kaffee wird mit dem Frachtsegler Avontuur nach Deutschland gebracht und in Hamburg geröstet. Mehr Infos findest du hier.

Termine

Stall-Führung mit Sebastian: 16.09.22

— Alle Führungen beginnen um 16 Uhr
und dauern 1 bis 1,5 Stunden —
— Treffpunkt ist immer vor dem Stall —

 

Freitag, 16.09., ab 15 Uhr: Solawi-Treffen mit Mitbring-Büffet auf der Wiese zwischen Bäckerei und Gewächshäusern. Speisen etc. tragt ihr bitte im Online-Dokument von Tjark (EV) ein ! Weitere Infos im Wochenbrief der KW 36

Orga-Treffen im ÖZO (Eine-Welt-Laden), Kl. Kirchenstraße, am 19.09.22 um 18 Uhr –
Neulinge und Interessierte sind herzlich willkommen !

Kooperation

Das bisher erste Solawi-Restaurant in Oldenburg, das besünners in der Bürgerstraße, wird seinen Betrieb erst einmal auf Kaffee und Kuchen etc. umstellen, bleibt aber unser Kooperationspartner.

Kalender bis Ende 2022:

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